E-Publishing im Medien-Orchester
Die elektronischen Medien bieten ein großes Potenzial, um mit publizistischen Inhalten neue Zielgruppen anzusprechen. Wichtig ist die strategisch exakte Planung, wie welches Medium auf welche Zielgruppe optimal zugeschnitten ist.
Trend Web 2.0
Alle sprechen von der neuen Zukunft: Web 2.0 verändert die Kommunikation. „Kein Stein bleibt mehr auf dem anderen“,jubeln die Propagandisten. Statt der bisherigen Einbahnstraßen-Medien“ werden nun Community- und Dialog- Medien, Online-Blogs und E-Journals die nächste Generation der Medien bestimmen. Doch bei all den Entwicklungen und Visionen lohnt der Blick in die Realität: Auch wenn das Neue (hinzu-)kommt, wird das „Alte“ bleiben. Dies beweisen die tatsächlichen Auflagenzahlen von Print- bis hin zu Online-Medien.
Letztlich entscheidet die richtige Kombination der Medienformen über den Erfolg. Denn jedes Medium erfüllt seinen speziellen Zweck beim Leser bzw. User. Um hier jedes Mal „gut anzukommen“, gilt es, die richtige Balance zwischen den Medien zu finden.
Mediennutzungsverhalten der Zukunft
Dass die „neuen Medien“ eine immer stärkere Rolle spielen werden, beweisen die Studien: Laut der JIM-Jugendstudie setzen die Kids auf „Games“, Handy, MP3-Player und Computer. TV, Zeitungen und Zeitschriften folgen erst danach. Generell sind laut einer ARD/ZDF-Online-Studie bereits 57,9 Prozent der Bevölkerung online – mit wachsender Tendenz. Keine Frage: Ohne die Integrierung dieser Veränderungen geht es nicht mehr. Die Potenziale in der Medien-Kommunikation sind zu groß, um sie im Rahmen der Unternehmenskommunikation ungenutzt zu lassen. Aber wo liegt der Schlüssel zur richtigen Umsetzung? Alles auf die elektronische Karte setzen? Oder erst mal gar nichts?
Glaubwürdigkeit
Jede Medienform hat ihre eindeutigen Stärken. Printmedien sind zuallererst glaubwürdig: Sie vermitteln und sortieren Inhalte, setzen Schwerpunkte. Mit anderen Worten: Sie bieten Dienstleistung für den Leser. Und sie sind flexibel: Man kann sie auf dem Sofa lesen oder im Bett, in die Akten- oder Handtasche stecken, auf den Tisch legen – und jederzeit „reaktivieren“.
Online-Inhalte sind schneller verfügbar, aktueller, jederzeit abrufbar – und vor allem individuell. Als Nutzer bestimmt man mit über die Themen, die gerade interessieren. Dabei geht es nicht nur um das schnelle Informationsbedürfnis von Zahlen und Fakten: Auch Fotos, Hintergrundberichte, Beratung und Animation sind über das Web vermittelbar. Moderne Online-Magazine bieten hier ein flexibles Potenzial, um über die Basis-Infos hinaus auch eine Dialog- und Emotions-Ebene zu bedienen – und die Nutzungsdauer durch echte Inhalte wesentlich zu verlängern. Dazu kommt die Welt der „Bewegt-Bilder“. Abrufbare Spots, Filme, Audio-Casts sind längst ein Standard, der via DSL den TV-Welten Konkurrenz macht. Und auch das Handy spielt durch die schnellen Übertragsungstechniken eine immer größere Rolle: Kurze News, Preise, selbst Coupons und Verkaufs-Impulse erreichen via „mobile medium“ kurzerhand die Kunden.
Synergie durch Medien-Orchestrierung
Insofern ist unbestritten, dass die richtige Kombination und der richtige Einsatz der jeweiligen Medienform zum jeweils angestrebten Zweck die Lösung ist. Nötig ist ein optimal aufeinander abgestimmtes „Medien-Orchester“ unter einer Marke, bei dem jedes Medium einen wichtigen Part spielt.
Das Print-Magazin befriedigt die Emotion und die Haptik. Schließlich sollen in vielen Bereichen letztlich auch wieder reale, haptische Produkte gekauft werden. Das Online-Medium setzt auf die selektierbare Beratung und Information. Das „E-Journal“ wiederum bringt die Medienwelten sichtbar zusammen: Man blättert virtuell durch ein Magazin und kann gleichzeitig „fernsehen“ – mit vertiefenden Kurzfilmen, Live-Tönen beim Interview bis hin zu den anklickbaren Werbespots der Anzeigenpartner oder des Herausgebers selbst. Ein festes Redaktions-Team, das kontinuierlich und übergreifend für die multimedialen Inhalte zusammenarbeitet, kann alle Kanäle bedienen: Journal International setzt deshalb auf den „Cross-Effekt“. Die Medien-Redaktion bringt ihre Kompetenz sowohl im Print-Titel wie auch im Online-Magazin ein. Die Themen und Rubriken sind koordiniert: So fühlt sich der Leser jeweils wie zu Hause. Dennoch setzt jedes Medium in der Umsetzung bewusst auf seine Stärken. Durch eine Vielzahl an cross-medialen Aktionen, gegenseitigen Hinweisen im Inhalt und im Leser-Dialog kann jeder Leser das Medium nutzen, das für ihn gerade passt.
Der Erfolg beweist: Ob dieses System im B-to-B-Bereich für Händler und Geschäftspartner Anwendung findet, im Bereich Lifestyle, Beauty, Familie oder bei Business und Finanzen – für den Kunden sind die kombinierten Medienwelten echter Service; für die Unternehmen konkrete Kommunikations-Zukunft.









